Maggy - der Empfänger der Titanic

Juli 2014 | Autor: Detlef Schmegel

Über 100 Jahre Funkempfang

Bild1.1 - Schlagzeile Titanic Untergang 1912

Der "Magnetische Detektor" ein Empfänger, der nicht nur auf der Titanic verwendet wurde, soll mit diesem Artikel dem Vergessen entrissen werden.
Eingebettet in die Geschichte der drahtlosen Kommunikation wird versucht, Entstehung und Prinzip anschaulich zu erläutern.

Die Funktechnik- Epoche war besonders in den Anfangsjahren die große Zeit der Bastler, Experimentatoren, Wissenschaftler und auch Geschäftemacher.
Alles, womit sich elektromagnetische Wellen erzeugen oder empfangen ließen, wurde ausprobiert und ständig verbessert.
Die älteren von uns haben noch einen Kohärer oder einen Kristalldetektor in der Hand gehalten oder zumindest davon gehört. Bei vielen jüngeren beginnt die Geschichte der Funktechnik mit der Elektronenröhre an. Hier eine paar Anmerkungen aus der Zeit, als auch ohne Röhren erfolgreich gefunkt wurde.

Bild1.2 - Absturz Luftschiff 'Italia' 1929 Als der SOS - Ruf der abgestützten Besatzung des Luftschiffs "Italia" im Jahr 1929 für Schlagzeilen sorgte, da waren Elektronenröhren die Bauteile, die sowohl in Sendern als auch in Empfängern eine dominierende Rolle spielten.[1] Bild1.3 - Röhrenempfänger Firma SABA - Baujahr 1927 Die Röhre hatte nach dem ersten Weltkrieg langsam ihren Siegeszug begonnen und war ein Katalysator für die rasche Verbreitung der kommerziellen Funktechnik und des Rundfunks weltweit. Im Jahr 1912, als die Funker der "Titanic" ihren Notruf absetzten sah die funktechnische Welt noch völlig anders aus.
Zwar hatten Edison, Fleming, von Lieben und de Forest der Elektronenröhre ein experimentelles Leben eingehaucht, bis zur Sturm- und Drangzeit dieser Technik sollten sollten aber noch einige Jahre vergehen.
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